Aktion Eine Welt Aue e.V.

Hallo und herzlich willkommen auf der Homepage des "Aktion Eine Welt Aue e.V.". Hier gibt es jede Menge Informationen über unsere Läden, Bildungsangebote und den fairen Handel. Viel Spaß beim Stöbern!

Neuigkeiten

Am Donnerstag, dem 16. Mai 2019 findet um 19.00 Uhr unser nächster Vortrag zum Thema "Tansania  -  Fruitful Kinderheim Arusha" im Saal des Bürgerhauses Aue, Postplatz 3 statt.

Frau Kassandra Franke, Studentin, berichtet von ihren Reisen in den Norden Tansania‘s. Neben interessanten Einblicken in die Kultur des Landes, möchte sie uns einige Eindrücke ihrer Arbeit im Fruitful Kinderheim in Arusha...

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Liebe Freunde des Fairen Handels,

Hinter jedem Produkt in den Regalen unserer Weltläden stehen oft langjährige Erfolgsgeschichten höchst engagierter Mitarbeiter in Kooperativen, die den regionalen und sozialen Rahmenbedingungen in ihren Ländern trotzen und sich tagtäglich für eine menschenwürdige Zukunft einsetzen. So auch die unserer Bananenchips von den Philippinen.

Leider nahm die Geschichte von Romeo Robles Capalla, dem überaus geschätzten und langjährigen Geschäftsführer von Panay Fair Trade Center/Philippinen (PFTC) ein trauriges Ende. Während eines gezielten Attentats wurde er auf offener Straße ermordet, gerade jetzt, wo sein jahrzehntelanges Engagement PFTC in der öffentlichen Wahrnehmung, nicht nur auf den Philippinen besondere Beachtung und Zuspruch fand.

Die Ermordung von Romeo Capalla ist kein Einzelfall sondern trauriger Höhepunkt einer langjährigen Kette aus Einschüchterungsversuchen, Drohungen, Sabotageakten und Menschenrechtsverletzungen gegenüber führenden Repräsentanten des PFTC. Trotz ihrer Trauer und ihrem Entsetzen über die Gräueltat sind die Verantwortlichen von PFTC fest entschlossen, ihr Engagement fortzusetzen und den Weg von Romeo Robles Capalla weiter zu gehen.

Werden Sie aktiv!

Wenden Sie sich mit einem eigenen Schreiben an die Philippinische Botschaft in Berlin.

  • Fordern Sie eine lückenlose Aufklärung des Falles, die zu einer schnellen Bestrafung der Täter und ihrer Hintermänner führen muss
  • Bringen sie ihre Betroffenheit und Irritierung über den Mord zum Ausdruck
  • Merken Sie an, dass die Arbeit von PFTC für soziale Gerechtigkeit und die Fairhandelsprodukte sehr schätzen und der dramatische Vorfall das positive Bild über die Entwicklungen in den letzten Jahren auf den Philippinen schwer erschüttert hat
  • Ersuchen sie die Botschafterin der Philippinen dringend, sich vehement für einen wirkungsvollen Schutz anderer Menschenrechtsaktivisten auf den Philippinen einzusetzen.

Der brutale Mord an Romeo Robles Capalla darf für die Mörder und deren Auftraggeber nicht folgenlos bleiben!

Richten Sie Ihr Schreiben bitte an:

Botschaft der Republik der Philippinen
Botschafterin
H.E. Maria Cleofe R. Natividad
Uhlandstr. 97
D-10715 Berlin

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Mithilfe.

Das Team von Aktion Eine Welt Aue e.V.

Weitere Informationen unter:

Preda - Philippinen

Preda ist die wohl bekannteste Organisation des Fairen Handels außerhalb von Deutschland. Bereits 1974 gründete der Irische Pater Shay Cullen Preda. Anfangs beschäftigte sich die Organisation allerdings nicht mit dem Fairen Handel. Vielmehr trat sie an, um drogenabhängigen Jugendlichen zu helfen und vor allem um Kinderprostitution auf den Philippinen zu bekämpfen. Schnell wurde Preda zu einer der Vorkämpfer auf diesem Gebiet und war unter anderem an der Schließung der größten amerikanischen Militärbasis beteiligt. Diese und der immer noch anhaltende Sextourismus waren/sind die Hauptgründe für die Kinderprostitution.

Preda bietet heute in 4 Heimen insgesamt 150 Kindern und Jugendlichen eine Chance auf die Verwirklichung ihres eigenen Lebens. Die Kinder wurden entweder aus der Prostitution befreit oder aus „Kinderknästen“ herausgeholt. In den Heimen, erhalten die Kinder psychologische Betreuung, schulische Bildung sowie eine anschließende Ausbildung und sie können einfach „nur“ Kind sein.

Die oftmals benachteiligten Kinder, Frauen und Ureinwohner der Philippinen erhalten bei Preda außerdem juristischen Beistand und eine Lobby bei den Politikern. Insgesamt verfügt Preda über 88 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich um die vielen Aufgaben, denen sich Preda angenommen hat kümmern.

Finanziert wird die aufwendige Arbeit von Preda zu wesentlichen Teilen durch den Verkauf von Fair gehandelten Produkten, zu denen neben handwerklichen Produkten hauptsächlich Mangoprodukte zählen. Auch hier unterstützt Preda wieder besonders benachteiligten Gruppen, indem sie bevorzugt Mangos von den Aeta, einer Indigenen Bevölkerungsgruppe, abkauft. Zusätzlich unterstütz Preda diese beim Kampf um Landrechte und bei der Umstellung auf Bio-Produktion. Zusätzlich werden jährlich zahlreiche Mangobaumsprösslinge ausgebracht.

Doch damit nicht genug, denn die Mangos werden auf den Philippinen selbst (bei Profood) verarbeitet. Hierdurch können noch mehr Philippinos in den Genuss von höheren Löhnen kommen und die Wertschöpfung der Mangos bleibt im eigenen Land.

Auch die Weltläden in Aue und Eibenstock möchte die Arbeit Predas unterstützen und so haben wir eine ganze Reihe Mangoprodukt in unserem Sortiment. Zu diesen zählen: Mangostreifen, Fruchtgummis, Likör, Saft, Sirup, Aufstrich und einiges mehr.

In den kommenden Tagen sollen auf dieser Internetseite noch weitere Artikel zur Arbeit von Preda erscheinen. Diese werden sich u.a. mit dem Taifuns Haiyan, Kinderprostitution und dem Tatort e.V. auseinandersetzen.

Wer es bis dahin nicht aushalten kann, dem sei die Internetseite von Preda empfohlen:

Außerdem empfehlen wir das Buch von Pater Shay Cullen: „Kein Kind ist verloren“. In diesem Buch schildert der Gründer und Vorsitzende von Preda, wie sich die Stiftung seit 1974 entwickelt hat. Er erzählt von Erfolgen gegen Kinderprostitution, dem Fairen Handel und wie er sich von Morddrohungen nicht hat aufhalten lassen. Für seine Arbeit wurde Shay Cullen bereits mehrmals für den Friedensnobelpreis nominiert.

„Wenn man einmal für eine Sache aufgestanden ist, ist es wenig ratsam, sich wegen ein paar Drohungen wieder hinzusetzen.“ - Pater Shay Cullen

Hilfe für die philippinischen Opfer des Taifun Haiyan aus dem Fairen Handel

Es ist gut 2 Monate her, da zog der Taifun Haiyan eine Schneise der Verwüstung über die Philippinen. Ingesamt kamen schätzungsweise 8.000 Personen ums leben, 4,4 Mio. Menschen verloren ihre Wohnhäuser und noch mehr Philippinos ihre Arbeitsgrundlage wie Reisfelder oder Fischerboote. Wie alle Katastrophen, hat auch diese die Menschen überall auf der Welt sehr betroffen gemacht. Genauso schnell vergessen die Menschen in der Hetze des Alltags die Bilder, die sie eben noch stark bewegten haben, aber auch wieder. Der Faire Handel und wir wollen dies aber nicht tun. Deswegen werden wir in den kommenden Wochen in unseren Weltläden in Aue und Eibenstock einen Schwerpunkt auf Produkte aus den Philippinen legen. Wir werden die Kooperative Panay Fair Trade Center (PFTC) vorstellen, die selbst direkt von dem Taifun betroffen ist und berichten was die Kooperative PREDA, die besonders für ihre Mangoprodukte bekannt ist, für die Menschen vor Ort tut.

In diesem Sinne: Die schlimmste Katastrophe ist das Vergessen.